View Full Version : Shottky-Dioden ?
Hallo zusammen,
hab mal irgendwo gelesen, dass man an Haupt- und Heckmotor Shottky-Dioden löten soll, zwecks längerer Lebensdauer. Da ich demnächst auf einen 310er und von 7 auf 8 Zellen umstellen will, bin ich der Meinung, dass das sinnvoll ist. Wer weiß die Werte für diese beiden Bauteile.
Danke und Gruß
Geronimo
Hallo,
alles Unsinn, die Schottky-Dioden sind jeweils an jedem Stellerausgang schon vorhanden ! (Pflicht für jeden Entwickler)
Wenn man allerdings trotzdem versucht, riskiert man den Steller kaputt zu machen z. B. durch falsch gepolt eingelötete Diode.
Gruß, Richard.
Yep, ne weitere Schottky-Diode wird nicht helfen, denn das Problem der kurzen Heckmotor-Lebensdauer kommt ja daher, dass die Drehzahlsteuerung über Pulsbreitenmodulation erfolgt: in Verbindung mit der geringen Induktivität des Motors fliesst ein sehr grosser Einschaltstromstoss bei jedem Takt über die Motorbürsten, und die reagieren da drauf mit Abbrand. Als zusätzliche Entstörmaßnahme kann da schon eher ne Drosselspule (Induktivität) in Serie zum Motor geschaltet helfen (100-220µH mit genügend Strombelastbarkeit).
Hallo!!
ich kann eure Meinung nicht ganz teilen. Fakt ist, daß eine Diode direkt an den Motoranschlüßen in
jedem Fall was bringt. Das liegt vor allem am Induktivitätsbelag der Motorzuleitung. Die ist beim Heckmotor
ja besonders lange. Beim Abkommutieren der Wicklung springt die Spannung hoch (meist viel höher als
die Akkuspg.), die Wicklungsinduktivität versucht den Stromfluß aurecht zu halten. Eine Diode im Abstand von
20cm oder mehr wird den Spannungssprung gar nicht mehr sehen. Eine Diode direkt am Motor hilft in jedem Falle
der Kommutierung. Aber Vorsicht: !!! Polung beachten !!!
Ich verwende eine 30V/1A Shottky im SMA Gehäuse, auf jeden fall extrem klein...
Ich hoffe, daß ich die nächsten Tage ein Photo posten kann, da sieht man dann ganz deutlich, was ich meine.
Grüße,
Helmut
Junge, Junge,
wenn du wirklich nicht sicher bist was am Heckmotor passiert,
schreibe bitte nicht.
Ich habe oben mal geschrieben, die zusätzliche Schottkydiode ist UNNÖTIG!!
Und wenn du schon von der Induktivität der Zuleitung sprichst, dann solltest du dich im klaren sein, daß diese Größen erst ab VHF-Wellenbereich von Bedeutung sind und diese Frequenzen am Heckmotor nicht vorhanden sind.
Wenn aber auch ein Bruchteil, aber wirklich Bruchteil der Funkenenergie in diesem Wellenbereich auftreten würde wird er auf jeden Fall von dem Kondensator am Motor aufgenomen.
Also, nochmal im eigenen Interesse, Leute, keine Diode löten.
Grüße, Richard.
Hallo Richard,
der Ton Deiner Antwort ist meinem Posting nicht ganz angemessen. Ich habe Dein Posting zu dem Thema
gelesen, bin aber nicht ganz Deiner Meinung. Was die Leute aus den Ratschlägen machen, ist mir persönlich
egal. Ich kann diesem Forum nur meine beruflichen Erfahrungen (www.kontron.com) zugänglich machen, indem ich hin
und wieder _sinnvolles_ poste, vor allem wenn es um Drehzahlsteller und sonstige schaltende Regler
geht.
Ich kann Dir versichern, daß ich weiß, wovon ich schreibe. Schon vor über 10 Jahren hab ich mich als
langjähriger Modellvielflieger mit dem Thema Drehzahlsteller und -regler beschäftigt. Zu damaligen
Zeiten hab ich Kleinserien von Drehzahlsteller gestartet, die Stückzahlen bis zu 150 Stück aufwiesen.
Falls Du noch Fragen zu diesem Thema hast, oder diskussionsbedarf, dann schreib mir bitte eine eMail,
dann können wir das Resultat aus der Diskussion in diesem Forum posten, nicht aber die Diskussion selbst.
Grüße,
Helmut
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